Wer für sein Unternehmen eine Website erstellen lassen will, bekommt auf die Preisfrage meist ausweichende Antworten: „Kommt darauf an." Hier stattdessen die kurze, ehrliche Antwort vorab: Eine professionelle Firmen-Website kostet in Österreich 2026 typischerweise 2.500 bis 6.000 € einmalig, plus 20 bis 100 € pro Monat laufend. Darunter geht es mit Kompromissen, darüber mit Sonderfunktionen. Der Rest dieses Artikels zeigt dir, wovon der Preis wirklich abhängt, wo die versteckten Kosten liegen — und mit welchen 10 Fragen du jedes Angebot in 15 Minuten durchleuchtest.
Die Preisspannen im Überblick
| Variante | Einmalig | Laufend/Monat | Für wen sinnvoll |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst (Wix, Squarespace, Jimdo) | 0 € + 40–80 Std. eigene Zeit | 15–40 € | Hobby, Verein, erste Sichtbarkeit |
| Freelancer | 800 – 3.000 € | 10–50 € | Einfache Firmen-Website ohne Extras |
| Agentur (KMU-Website) | 2.500 – 10.000 € | 20–100 € | Unternehmen, die über die Website Kunden gewinnen wollen |
| Onlineshop / Buchungssystem | ab 5.000 €, oft deutlich mehr | 50–300 € | E-Commerce, Portale, Terminbuchung |
Die Rechnung, die kaum jemand macht: 5-Jahres-Gesamtkosten
Der Anschaffungspreis ist die halbe Wahrheit. Rechnen wir zwei typische Wege für dieselbe KMU-Website über 5 Jahre durch:
| WordPress-Website („günstig") | Modern gebaute Website (statisch/React) | |
|---|---|---|
| Erstellung | 2.000 € | 3.500 € |
| Hosting, 5 Jahre | ~900 € (15 €/Mt) | ~600 € (10 €/Mt) |
| Wartung & Sicherheits-Updates, 5 Jahre | ~3.000 € (50 €/Mt — Plugins/Core müssen laufend gepatcht werden) | ~0–600 € (kaum Angriffsfläche, keine Plugin-Updates) |
| 1× gehackt werden (bei WordPress statistisch realistisch) | 500–2.000 € Bereinigung | — |
| Gesamt über 5 Jahre | ~6.400–7.900 € | ~4.100–4.700 € |
Die „günstigere" Website ist über die Laufzeit gerechnet oft die teurere. Frag deshalb bei jedem Angebot nicht nur „Was kostet die Erstellung?", sondern: „Was kostet mich das über 5 Jahre — inklusive Wartung?"
Und was bringt sie ein? Die ROI-Rechnung an einem echten Beispiel
Nehmen wir eine Physiotherapie-Praxis in Wien: Ein neuer Kassen-/Wahlpatient bringt über die Behandlungsdauer im Schnitt rund 400–600 € Umsatz. Wird die Praxis bei „Physiotherapie + Bezirk" gefunden und die Website überzeugt, sind 2–5 zusätzliche Patientenanfragen pro Monat ein realistischer, kein optimistischer Wert. Konservativ gerechnet:
- 2 neue Patienten/Monat × 400 € = 800 € zusätzlicher Umsatz monatlich
- Website-Investition 4.000 € ÷ 800 € = amortisiert nach 5 Monaten
- Jahre 2–5: die Website liefert weiter, ohne dass du pro Klick zahlst
Dieselbe Logik gilt für Handwerker (ein Auftrag deckt oft die halbe Website), Kanzleien und Berater (ein Mandat übersteigt die Gesamtkosten meist deutlich). Die entscheidende Frage ist nie „Was kostet die Website?", sondern: Was ist dir ein Kunde wert, und wie viele zusätzliche Kunden braucht die Website, um sich zu rechnen? Rechne das für dein Geschäft einmal ehrlich durch — mit deinen eigenen Zahlen.
Du willst diese Rechnung für dein Unternehmen konkret? In einem kostenlosen 30-Minuten-Gespräch rechnen wir gemeinsam durch, ab wann sich welche Investition für dich trägt — ehrlich, auch wenn das Ergebnis lautet: „Bleib bei deiner aktuellen Website."
Wovon der Preis wirklich abhängt — die 5 Faktoren
1. Umfang: Eine Onepage-Visitenkarte ist etwas anderes als zehn Unterseiten mit Leistungsbeschreibungen, Team, Referenzen und Blog. Jede zusätzliche Seite bedeutet Konzept, Text, Design und Technik.
2. Design: Vorlage oder individuell? Vorlagen sind günstiger, sehen aber aus wie tausend andere Websites. Bei Dienstleistern entscheidet das Design oft darüber, ob ein Besucher Vertrauen fasst und anfragt — oder wegklickt.
3. Texte: Der am meisten unterschätzte Posten. Gute Texte, die verkaufen und bei Google gefunden werden, schreiben sich nicht nebenbei. „Texte liefern wir selbst" ist in der Praxis der häufigste Grund, warum Website-Projekte monatelang unfertig herumliegen.
4. Technik: Ladegeschwindigkeit, Mobiloptimierung, saubere Struktur für Suchmaschinen — unsichtbar, aber entscheidend. Eine schöne Website auf Google-Seite fünf ist Dekoration, keine Investition. Worauf es technisch ankommt, erklären wir auf unserer Webdesign-Seite.
5. Funktionen: Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Shop, CRM-Anbindung oder KI-Automatisierung (z. B. automatische Anfragen-Vorqualifizierung) — jede Funktion hat ihren Preis, manche sparen dir dafür jede Woche Arbeitszeit.
Checkliste: 10 Fragen, die du jedem Anbieter stellen solltest
Kopiere dir diese Liste ins nächste Erstgespräch — an den Antworten erkennst du in 15 Minuten, mit wem du es zu tun hast:
- Was kostet mich die Website über 5 Jahre, inklusive Hosting und Wartung?
- Gehören mir Domain, Inhalte und Code nach Vertragsende vollständig? (Wenn nein: Finger weg.)
- Wie sorgt ihr dafür, dass die Seite bei Google gefunden wird — konkret, nicht „SEO-Basics inklusive"?
- Wird die Seite serverseitig gerendert bzw. ist sie für Suchmaschinen und KI-Systeme wie ChatGPT lesbar?
- Wie schnell lädt die Seite auf dem Handy? (Messbar mit Google PageSpeed — lass dir Werte vergleichbarer Projekte zeigen.)
- Wer schreibt die Texte, und was kostet es, wenn ihr sie übernehmt?
- Kann ich Texte und Bilder später selbst ändern — ohne Stundensatz?
- Wie viele Korrekturrunden sind im Preis enthalten?
- Was passiert bei euch mit Impressum, Datenschutz und Cookie-Einwilligung? (DSGVO-Abmahnungen treffen am Ende dich, nicht die Agentur.)
- Zeigt mir zwei Referenzen aus vergleichbaren Branchen — und was hat sich dort messbar verändert?
Woran du ein unseriöses Angebot sofort erkennst
- „Website für 99 €": Irgendwo ist der Haken — Miet-Modell mit Knebelvertrag, versteckte Zusatzkosten oder eine hundertfach identische Vorlage.
- Keine Fragen zu deinem Geschäft: Wer dir einen Preis nennt, ohne zu wissen, was deine Kunden suchen, verkauft dir ein Template, keine Lösung.
- Seite-1-Garantien: Niemand kann Google-Rankings garantieren. Seriöse Anbieter sprechen über Vorgehen und Zeiträume, nicht über Garantien.
- Die Website gehört nicht dir: Bei manchen Miet-Modellen verlierst du beim Kündigen alles — Domain, Inhalte, Rankings.
Häufige Fragen kurz beantwortet
Was kostet eine einfache Website?
Eine professionelle Onepage (eine Seite, Kontaktformular, mobiloptimiert) kostet in Österreich beim Freelancer ab ~800 €, bei Agenturen ab ~1.000–1.500 €. Selbst gebaut im Baukasten: 0 € plus 40–80 Stunden Eigenzeit und 15–40 €/Monat.
Wie viel kostet eine Website pro Monat?
Domain (~2–3 €/Monat umgerechnet) + Hosting (5–30 €) + Wartung (0–100 €, je nach System). Realistisch: 20–100 €/Monat für eine normale Firmen-Website. Vorsicht bei Miet-Websites um 50–150 €/Monat „ohne Anschaffungskosten" — über drei Jahre zahlst du dort oft mehr als für eine eigene Website, die dir am Ende nicht einmal gehört.
Kann ich eine Website kostenlos erstellen?
Ja — mit Baukasten-Gratistarifen. Aber: fremde Werbung auf deiner Seite, keine eigene Domain, kaum Google-Sichtbarkeit. Für ein Unternehmen, das gefunden werden will, ist „kostenlos" die teuerste Option, weil sie keine Kunden bringt.
Warum sind die Preisunterschiede zwischen Agenturen so groß?
Weil „Website" kein definiertes Produkt ist. Der eine passt eine Vorlage an (10 Stunden Arbeit), die andere entwickelt Design, Texte, Suchmaschinen-Struktur und Technik individuell (60–120 Stunden). Vergleiche Angebote deshalb nie über den Preis, sondern über die 10 Fragen aus der Checkliste oben.
Fazit: Realistische Budgets für 2026
- Unter 1.000 €: selbst bauen oder einfache Freelancer-Lösung — okay für den Start, plane den Neubau in 2–3 Jahren ein.
- 2.500–6.000 €: solide, individuell gestaltete KMU-Website mit sauberer Technik und Suchmaschinen-Fundament — der Sweet Spot für die meisten Dienstleister.
- 6.000 €+: Shops, Buchungssysteme, Sonderfunktionen, laufende Betreuung.
Nächster Schritt: Rechne mit deinen eigenen Zahlen (Kundenwert × realistische Zusatz-Anfragen) — oder lass es uns gemeinsam machen: Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch bekommst du eine ehrliche Budgeteinschätzung für dein Vorhaben. Auch wenn du danach woanders bauen lässt.